Perlentaucher: The Doors – The Doors

doors-the-doors-cover-front-500x500The Doors – The Doors

Erscheinungsdatum: 04.01.1967

Label: Elektra

Links: Allmusic, Discogs, Home

Heute vor genau 50 Jahren erschien das Debüt-Album der US-amerikanischen Band The Doors. Es entstand in nur 6 Studiotagen im heißen August 1966. Alle Stücke wurden zum Großteil live eingespielt. Mit dem eigenwilligen Musikstil der Band und den poetischen Texten des Sängers Jim Morrison wurde das Album zu einem Meilenstein der Rockmusik.

 

The Doors gründeten sich 1965 am Strand von Venice Beach. Es folgten gelegentliche Auftritte auf Highschool-Abschlussbällen, Partys und Tanzveranstaltungen, später dann erste Auftritte in einschlägigen Clubs. Hier entwickelte sich das perfekte Zusammenspiel der Band (Robby Krieger – Gitarre, John Densmore – Schlagzeug, Ray Manzarek – Keyboard, Bass) und die Bühnenpräsenz des Sängers Jim Morrison. Gerüchten nach soll Jim Morrison zuerst eher schüchtern auf der Bühne gewesen sein und sich größtenteils mit dem Rücken zum Publikum präsentiert haben. Auf Grund des stärker werdenden Erfolgs wurden The Doors zur Hausband im bekannten und prestigeträchtigen Club Whisky A Go Go. Nach einigen Monaten mit erfolgreichen Auftritten kam es aber zu einem Eklat, der ein Auftrittsverbot in dem Club nach sich zog. Jim Morrison ergänzte während eines Auftritts den Song The End um die Textzeilen „Father, I want to kill you…Mother, i want to f**k you“. Bei vielen Aufnahmen wurden später die Zeilen unkenntlich gemacht. Radiostationen setzten das Stück auf den Index. Letztendlich trugen aber gerade diese Worte größtenteils zu der Berühmtheit des Songs und der Band bei.

Trotz aller Skandale unterschrieben The Doors 1966 einen Plattenvertrag. Das Debüt „The Doors“ erschien am 04.01.1972 beim Muiklabel Elektra. Das Album beinhaltet solch bekannten und grandiosen Stücke wie Break on Through (To the Other Side) und Alabama Song (Whisky Bar). Der Song Light My Fire wurde als Single ausgekoppelt, erreichte Platz 1 der US-amerikanischen Charts und ist der größte Hit der gesamten Doors-Geschichte. Gegenüber der Singleversion ist die Fassung auf der LP wesentlich länger. Es ist etwas unklar, um was es letztendlich bei dem Stück geht. Zum einen kann es um die Verherrlichung von dem Konsum von Drogen gehen, zum anderen um den Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau. Vielleicht geht es aber auch um Beides…

Letztendlich endet die Platte mit dem knapp unter 12 Minuten bleibendem The End und der schon erwähnten skandalträchtigen Textzeile. Nach Aussagen von Jim Morrison handelte es sich ursprünglich um ein Abschiedslied von einer großen Liebe. Es entstand in der Trennungsphase  mit seiner damaligen Freundin. Das Stück wurde in der Regel von der Band am Ende eines Auftritts gespielt und entwickelte sich nach und nach und von Auftritt zu Auftritt zu dem epochalen Werk, in dem  der Abschied eines Kindes mit ausgeprägtem Ödipuskomplex von seinen Eltern beschrieben wird. Die Verwendung im Jahre 1979 als Titelmusik in dem Vietnamdrama Apocalypse Now verhalf dem Lied letztendlich zum Weltruhm. Für mich gehört The End zu den wichtigsten Rocksongs aller Zeiten. Und die Platte „The Doors“ ist eine wahre Perle und gehört in jede gut sortierte Plattensammlung.

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