Joanne Shaw Taylor – Wild

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Wer aus einem Landstrich Englands im Raum Birmingham namens Black Country stammt, sozusagen dem Ruhrgebiet Englands, ist quasi vorbestimmt den Blues zu spielen. Dies stellt Joanne Shaw Taylor auf ihrer inzwischen fünfte Studioveröffentlichung „Wild“ beeindruckend unter Beweis.

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Von Hinton1994 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19729521

Joanne Shaw Taylor wurde 1986 geboren, feiert also in diesem Jahr ihren 30 jährigen Geburtstag. Mit 13 Jahren fing alles an. In der Plattensammlung ihres Vaters entdeckte sie solch Musiker wie Stevie Ray Vaughan,  Jimi Hendrix und Albert Collins und begann Gitarre zu spielen. Mit zarten 16 Jahren, sie hatte gerade die Schule verlassen, fielen ihre Demobänder Dave Stewart (Eurythmics) in die Hände. Dieser nahm sie unter seine Fittiche und lud sie ein, seine damalige Band  D.U.P. auf der anstehenden Europatournee zu begleiten. Im Jahr 2009 unterschrieb sie einen Plattenvertrag bei dem deutschen Label Ruf-Records und veröffentlichte iih Debütalbum „White Sugar“. Seit dem wächst ihre Fangemeinde stetig. Mit ihrer leicht rauchig-kratzigen Stimme und der hervorragenden Fingerfertigkeit an den sechs Saiten weiß sie Publikum, Kritiker und auch Musiker zu überzeugen. Selbst Joe Bonamassa, mit dem sie freundschaftlich verbunden ist sieht in ihr den kommenden Blues-Superstar. Da lag es nahe, dass sich Joanne Shaw Taylor für ihr Werk „Wild“ den Südafrikaner Kevin Shirley als Produzent ins Boot holte. Arbeitet dieser doch schon seit gut 10 Jahren mit Bonamassa zusammen und ist maßgeblich an dessen Erfolg mit beteiligt. Und er führt diverse Neuerung für Joanne Shaw Taylor ein. Für das Songwriting stellt er  diverse Profis an ihre Seite. Diese Verfahrensweise hat er quasi eins zu eins von Bonamassa übernommen. Als Studio wird das geschichtsträchtige Grand Victor Sound Studio in Nashville ausgewählt, dass mit seinen 10 Meter hohen Decken im krassen Kontrast zu den heimeligen Studios in England steht. Aber die kühlere Atmosphäre trug dazu bei, dass sich die Musiker auf das wesentliche konzentrieren konnten. Das Ergebnis ist mehr als gut gelungen. Die Musik auf „Wild“ klingt voller und ausgereifter als auf den Vorgängeralben. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass das Bandgefüge als Trio um Keyboards erweitert wurde. Besondere Highlights zu nennen fällt auf dem rundum gelungenen Album schwer. Neben 9 Eigenkompositionen gibt es auch zwei Coverversionen. Zum einen „Summertime“ von Janis Joplin, zum anderen die durchaus gelungene Adaption von David Bowies „Wild Is The Wind“.

Alle die Joanne Shaw Taylor live auf der Bühne erleben wollen, sollten sich beeilen. Zur Zeit ist sie in Europa unterwegs und spielt auch in deutschen Städten. Ich für meinen Teil werde mir ihr Konzert in Joldelund bei Flensburg in Gerd’s Juke Joint am 10.12.2016 nicht entgehen lassen.

Joanne Shaw Taylor – Wild

Erscheinungsdatum: 30.09.2016
Label: Axehouse
Links: Allmusic, Discogs, Home
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Ein Gedanke zu “Joanne Shaw Taylor – Wild

  1. Leider wurde heute auf der Facebookseite von Joanne Shaw Taylor bekannt gegeben, dass die Konzerte auf Grund einer Erkrankung abgesagt werden müssen. Der Konzertveranstalter in Joldelund versucht einen Ersatztermin im Frühjahr 2017 mit dem Management zu finden. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich darüber berichten.

    https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fjoanneshawtaylor%2Fposts%2F10154198312487149&width=500

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