Chris Cornell – Higher Truth

Chris Cornell Higher Truth

In diesen Tagen, genauer gesagt am 18.09.2015, wurde das neue Solo-Album von Chris Cornell veröffentlicht.

Über die songwritertechnischen Qualitäten von Chris Cornell muss man eigentlich keine großen Worte mehr verlieren. Auf das Konto des aus Seattle stammenden Grunge-Musikers gehen ein Großteil der Stücke der Bands Soundgarden und Audioslave. Bei beiden Bands wurden die musikalischen Tätigkeiten durch die Soloausflüge ihres charismatischen Sängers und Bandleaders unterbrochen. Resultierend daraus lösten sich, zum Leidwesen der Fans, beide Bands daraufhin auf. Seit 2010 hat sich aber zumindest Soundgarden wieder zusammengefunden und 2012 eine neue Platte veröffentlicht. Sein Meisterstück hatte Chris Cornell aber schon 1991 abgeliefert. Zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Andrew Wood, Lead-Sänger der Band Mother Love Bone, scharrte Cornell befreundete Musiker aus Seattle (Mother Love Bone, Pearl Jam, Soundgarden) um sich, um im Studio zwei extra für Wood geschriebene Songs aufzunehmen. Bei den Aufnahmesessions entstanden aber zusätzliche neue Songs und so beschloss man gemeinsam, diese zu einer CD zusammengefasst zu veröffentlichen. Es entstand das wohl beste Grunge-Album aller Zeiten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Erwartet man nun bei „Higher Truth“ eine ähnliche musikalische Richtung ist man auf dem Holzweg. Schon immer hatte sich Chris Cornell bei seinen Soloalben vom „harten“ Grunge etwas distanziert um sich in etwas ruhigeres Fahrwasser zu begeben. So auch in diesem Fall.  Akustische Gitarren, Streicher, Klavier, es sind die leiseren Tönen die das Album dominieren, wobei auch der Bombast nicht zu kurz kommt. Und seine Stimme, ohne Frage eine der besten Stimmen im Rockzirkus, ist noch die Sahnehaube obendrauf. Für mich nach „Euphoria Morning“ ist „Higher Truth“ das beste Soloalbum von Chris Cornell. Und sicherlich ein gelungener „Soundtrack“ für die stimmungsvollen Stunden vor dem Kamin, wenn draußen der Herbstturm tobt.

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