Seasick Steve – Sonic Soul Surfer

Sonic Soul Surfer

Für Freunde des rauen und ungeschliffenen Blues ist die neueste Platte von Seasick Steve eine absolute Empfehlung. „Sonic Soul Surfer“, die inzwischen siebente Veröffentlichung des 74-jährigen Amerikaners, wurde im März 2015 veröffentlicht.

Alleine die Biografie von Seasick Steve lässt auf die zu erwartende Musik schließen, beschäftigt sie sich doch mit den Erfahrungen, die er in seinem Leben gesammelt hat. Seasick Steve, geboren unter dem Namen Steve World in Oakland, Kalifornien, kommt aus zerrütteten  Familienverhältnissen. Die Eltern lassen sich im Alter von 4 Jahren scheiden. Mit 14 Jahren hält er es zu Hause nicht mehr aus, da er unter den Schlägen seines Vaters leidet, und reist ab diesem Zeitpunkt als Hobo (Wanderarbeiter) durch die Gegend. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs mehr schlecht als recht über Wasser und landet beizeiten auch mal im Gefängnis. Da er mit 8 Jahren schon das Gitarrespielen gelernt hatte, und nebenher sich mit Straßenmusik sein Unterhalt verdiente, konnte er auch Jobs im Umfeld der Musik ergattern. In den 60er Jahren zog er u.a. mit diversen Bluesmusikern durch die Lande. Diese Erfahrungen brachten ihm auch Jobs als Tontechniker ein, die ihm verhalfen letztendlich als Studiomusiker in Seattle Anfang der 90er Jahre Fuß zu fassen und sesshaft zu werden. Im Jahre 2000 warf den immer rastlosen Steve ein Herzinfarkt aus der Bahn. Er beschloss mit seiner norwegischen Frau in ihr Heimatland überzusiedeln. Die Überfahrt mit der Fähre brachte ihm seinen Künstlernamen ein. Im Alter von 60 Jahren nahm er 2004 sein erstes Album mit seiner Begleitband Level Devils auf. Zwei Jahre später folgte sein erstes Soloalbum. Richtig bekannt wurde er, zumindest in England, durch einen Auftritt in einer britischen Fernsehshow. Im Anschluss tingelte er über diverse Musikfestival.

Im Grunde brauche ich jetzt nichts mehr zu der Musik auf „Sonic Soul Surfer“ sagen, oder? Nach dem Lesen seiner Biografie und dem betrachten des Covers sollte jetzt jeder Lust auf gute Bluesmusik haben. Absolut Hörenswert!

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