Boris Platte der Woche 2015 (KW17): Sufjan Stevens – Carrie & Lowell

Carrie-and-Lowell-cover

 

 

Back to the roots. So kann es also aussehen, wenn einer der besten Songwriter der Gegenwart sich auf seinen musikalischen Ursprung besinnt. Denn sein inzwischen siebtes Studioalbum widmet er seiner 2012 verstorbenen Mutter Carrie und seinem Stiefvater Lowell (siehe Coverfoto), auf dem er Familien- und Kindheitsgeschichten erzählt und das Ganze dann nicht wie auf den letzten Platten pompös und teilweise elektronisch kühl verpackt, sondern anrührend und einfach meist nur von Gitarre oder Klavier begleitet. Diese Emotionalität ist dabei wirklich anrührend, die Einfachheit und zugleich die Klarheit der Songs ist überwältigend. Denn der thematische rote Faden, der sich durch die Songs zieht, ist ein allumfassender – Liebe, Tod, Trauer, Wut und Verzweiflung. Er ist weit weg von dem wohl nie ganz ernst gemeinten Konzept, dass er nach den Alben Michigan (2003) und Illinois (2005) allen weiteren 48 Bundesstaaten noch ein Album widmet würde, weit weg von den insgesamt 101 Weihnachtsliedern, die er in den Jahren 2001 bis 2011 als Geschenk für Freunde und Verwandte geschrieben hat (und die auf in 2 Box-Sets erschienen sind). Und von dem experimentell elektronischen Planeten The Age of Adz (2010) hat er sich auch wieder verabschiedet und ist wieder dort angekommen, wo er vor Jahren einmal begann, bei einfachen aber wirkungsvollen Folk Perlen!

Bleibt nicht mehr viel zu sagen, ausser, dass Sufjan Stevens im Herbst in Berlin, Essen und Hamburg spielt.

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