Boris Platte der Woche 2015 (KW10): Hanni El Khatib – Moonlight

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Dieses Mal hat der Sohn philippinisch-palästinensischer Einwanderer sein neues Album selbst produziert und hat dabei auf die Hilfe von Dan Auerbach der Black Keys verzichtet. Dass Hanni El Khatib’s drittes Album Moonlight dann trotzdem noch in vielen Momenten dem Vorgänger Head in The Dirt ziemlich ähnlich klingt aber doch deutlich mehr unterschiedliche Einflüsse erkennbar sind, ist wohl auch die Stärke der Platte, für die er den Garagen-Rock der ersten Platte mit der hohen Produktionsqualität des zweiten Albums verbindet.Leider funktioniert genau diese Kombination nicht durchweg hervorragend, denn man hat immer wieder das Gefühl, dass das Album etwas mehr Ecken und Kanten vertragen könnte, dass HEK manchmal mehr wert auf Stil und Attitüde legt als notwendig. Vielleicht hat er sich schon ein wenig damit abgefunden, dass er einen Teil seines Geldes damit verdient, dass seine Songs gerne in US-TV-Serien untergebracht werden. Trotzdem ergänzt er seinem Garagen-Blues um weitere Facetten, sei es mit dem tief polternden „Mexico“, dem pulsierenden „Chasin“ oder in dem Disco-Funk Track „Two Brothers“ und bleibt dennoch auch bei bekanntem wie in dem glamrocknahen Blues „The Teeth“. Ein abwechslungsreiches Album bei dem ich jetzt schon weiß, dass genau die Derbheit, die ich in dem Sound des Albums ein wenig vermisse, auf den Konzerten im März (13.3. Berlin, 14.3. Hamburg, 16.3. Köln) wieder hinzugefügt wird.

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